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Männerfantasien/ Male fantasies

The body plays the central role in killing a person .Theweleit discusses the concept of body armor. the muscles send the stimuli to the brain, so the brain is mapped. male identity formation comes from the attitude of staying hard, he wants to organize everything into hierarchical blocks, bring everything into order and exclude all that endangers that structure. the enemy is the fragmented, transformative body. The violence and killing of Breivik is a physical reaction, his body is transformed so that he is strong enough to perform and kill. The chaotic feminine uncontrolled is oppressed, the feminine should be wiped out.


Klaus Theweleit diskutiert in seinem Buch Männerfantasien den Begriff des Körperpanzers. Dabei sendet die Muskulatur Reize ans Gehirn und das Gehirn wird kartographiert. Er geht von der körperlichen Struktur aus, um zu dem Argument zu gelangen, dass die männliche Identitätsbildung im Wachsen eines Körperpanzers besteht.


Dem entspricht eine Haltung des Hart-leibens, des phallischen Herausragens aus den Mischzuständen, die der Mann Theweleit nach im inneren wie auch im äußeren Teil seiner Panzerung fühlt. Der Gewaltakt bei Breivik ist eine körperliche Reaktion. Der Körper wird so transformiert, dass er stählern genug ist, um einen Tötungsakt zu vollziehen. Es geht, um ein Abstoßen dessen, was als das Weibliche kategorisiert wird. Das Chaos, das Feminine, Unkontrollierte soll ausgelöscht werden.


Zwar bleiben ideologische Gründe weiter wichtig, aber der Körper steht im Zentrum beim Töten. Denn, wer einen Menschen im Namen einer Ideologie umbringt, der bringt einen Menschen um. Die Ideologie ist somit zwar austauschbar, aber bleibt immer notwendig.

Klaus Theweleit wählt einen psychoanalytische Zugang und beschreibt den fragmentierten Körper als einen, bei dem alles herumwimmelt. Alles um ihn herum und in ihm und an ihm soll in hierarchische Blöcke unterteilt werden. Eine übergeordnete Ideologie soll ein Ordnungsprinzip aufstellen und alles ausklammern, was sie gefährden könnte.

Dies führt dazu, dass Täterprofile sich strukturell ähneln.

Theweleit sieht das Lachen als einen orgiastischen Zustand, der hin zum politischen Ausnahmezustand eine Verbindung herstellt. Beim Lachen werden so viele Muskeln angespannt, dass Körper überhaupt fähig wird gewaltvoll zu handeln. Die Emotionen im Körper setzen vielerlei körperliche Prozesse in Gang. Schon Horkheimer und Adorno schätzen das Lachen als einen klar gewaltvollen Zustand ein.

Durch eine Leerstelle, das Vakuum, ist es möglich, dass in einer SMS 28 mal

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steht und ich antworte mit 56

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Das Schulmädchen zieht ins Kalifat, um die Leerstelle, die gefüllt werden soll zu stopfen.

Natürlich sind all diese Überlegungen auch spekulative Betrachtungen einer körperlichen Reaktion. Denn wie kann ich außer mir vor Lachen sein, wenn ich jemandem ins Gesicht geschossen habe oder es gleich tun werde. außer sich sein.

Siegessicherheit wird in einem übersteigerten Humor performt und agitativ eingesetzt. Es bekommt fast eine surreale Absurdität. Das Lachen ist entstellend und versucht objektivierend in Distanz zu gehen. Wenn ich lache begegne ich dir mit einem gewaltvollen Lachen und mit einem emotionalen Überschwung.


by: Julia Salzmann

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